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Herz und Hirn gelten in der Medizin als die wichtigsten Schaltzentralen des Körpers. So ähnlich wie Kapitän und Maschinenraum eines Schiffs. Das Gehirn steuert alle Bereich, das Herz versorgt sie mit dem notwendigen Blut. Kein Wunder also, dass Ärzte dazu raten die Funktion des Herzens immer gut im Auge zu behalten. Am besten möglich wird das mit Hilfe von einem EKG. Wir zeigen, was ein EKG Gerät ist, wie EKG funktioniert und warum die Messung heute nicht mehr nur in Arztpraxen möglich ist, sondern auch zu Hause.

EKG – Was ist das?

Der Begriff EKG steht als Abkürzung für „Elektrokardiogramm“. Es wird dazu verwendet, um die elektrischen Aktivitäten des Herzens zu vermessen. Der Herzrhythmus wird mit Hilfe von bio-elektrischen Impulsen erzeugt, sie lassen sich schnell und einfach erfassen.

EKG Gerät – Wie funktioniert es?

Im Körper kommunizieren Nerven und Muskeln mit Hilfe von chemischen und elektrischen Signalen. Im Falle des Herzschlags ist es so, dass beim Sinusknoten im rechten Vorhof ein Impuls ausgelöst wird. Er wird über den gesamten Herzmuskel weitergeleitet. Auf diesem Wege werden Kontraktionen und Relaxationen erzeugt. So wird das Blut aus einer Kammer in die andere geleitet und erreicht das Arterien-System, durch welches es in alle entlegenen Regionen des Körpers gelangt.

Im Normalfall verlaufen diese elektrischen Impulse nach einem regelmäßigen System, das sich in einem Diagramm erfassen lässt. Ein EKG Gerät zeichnet sie an verschiedenen Stellen des Körpers auf. Dabei besteht lediglich Kontakt zur Haut. Eine Messung mit einem solchen Gerät ist somit komplett schmerzfrei. Verläufe, die von der Norm abweichen, deuten auf Probleme hin.

Elektrokardio-Geräte für den privaten Gebrauch

Die Aufzeichnungen eines Gerätes auszuwerten war früher Sache von Ärzten bzw. ausgebildetem Fachpersonal. Nur ein geschulter Blick konnte beurteilen, ob beim Patienten alles in Ordnung ist. Aber nicht nur das. An manchen EKG-Kurven ließen sogar sich die Anzeichen einer ganz bestimmten Problematik ablesen. Also eine erste Diagnose erstellen oder zumindest eine Ursache etwas eingrenzen.

Heute ist das anders. Technologie allgemein kostet immer weniger. Mittlerweile kann sich jeder Patient selbst ein EKG Gerät kaufen und damit seine Herzgesundheit überwachen. Problemlos auch über einen längeren Zeitraum. Solche Geräte gibt es bei Amazon oder in jedem sonstigen Online-Shop, der sich mit Elektronik auseinandersetzt. Ein mobiles EKG-Gerät ist schon für um die 200 Euro zu haben. Wobei davon auszugehen ist, dass die Preise weiter sinken werden. Und wenn es heißt mobil, dann meint das auch wirklich zu 100% mobil. Denn das EKG ist so klein, es lässt sich sogar mit in den Urlaub nehmen oder auf Reisen.

Eine regelmäßige EKG-Messung ist auf jeden Fall von Vorteil. Das mobile EKG-Gerät lässt sich einfach anschließen. Die Software zeichnet alles auf und erstellt die Auswertungen. Beratung von Fachpersonal ist nicht notwendig. Daten lassen sich per USB-Kabel auf einen PC ziehen, oder per WLAN in die Cloud verlagern. Im Laufe der Jahre entsteht damit eine Art Datenbank über die Herzwerte.

Mit einem solchen Datenbestand kann die Software viel mehr tun als akute Störungen erkennen. Es lassen sich auch langfristige Veränderungen ausfindig machen, die unter normalen Umständen nicht aufgefallen wären. Zu empfehlen ist es daher nicht für Menschen, die bereits Probleme haben. Stattdessen macht es Sinn ab einem bestimmten Alter mehrmals im Monat eine Messung durchzuführen, um schleichende Veränderungen sichtbar zu machen.

Mobiles EKG – worauf achten?

Wichtig ist, dass die EKG-Elektroden einfach anzubringen sein sollten und gut halten. Am besten lässt sich das mit Bluetooth regeln. Dann ist der Kabelsalat am Körper nicht so groß.

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn das Messgerät Daten per Funksignal übertragen kann. In dem Fall lassen sich die erhobenen Werte von überall in die Cloud übertragen. Eine Speicherung auf lokalem Gerät ist nicht mehr erforderlich.

Ganz wichtig ist auch, dass die Software Auswertungen erstellt und auf Probleme hinweist. Und eben nicht nur etwas aufzeichnet. Des Weiteren ist es von hoher Bedeutung, das sich die Daten exportieren lassen in einem Format, das sich später von anderen Geräten nutzen lässt. Sollten Sie nämlich nach ein paar Jahren den Anbieter wechseln, dann wären alte Messungen unbrauchbar.