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Die faszinierende Geschichte des Rums geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Damals wurde auf Barbados ein Branntwein aus Zuckerrohr hergestellt, der für Sklaven und Matrosen gedacht war. Rum wird seit 300 Jahren konsumiert. Seine Qualität hängt vom Herstellungsverfahren, der Lagerung und dem Herkunftsland ab. Bei „Rum“ der „Rom“ handelt es sich um ein alkoholisches Getränk. Es wird entweder aus frisch gepresstem, fermentierten Vesou (Rohrzuckersaft oder aus Melasse), einem Nebenprodukt der Zuckergewinnung hergestellt. Eine weitere Methode besteht darin, konzentrierten Sirup gewonnen aus der Raffination von Rohsaft zu Rum zu verarbeiten. Guter Rum ist authentisch und schmackhaft. Es lässt sich leicht darüber streiten, ob Rum im „pott still“ mit dem schweren, traditionellen, angesehenen Geschmacksprofil besser ist als junger, leicht gereifter Rum, der im „column still“ gebrannt wurde. Denn es gibt wirklich für jeden Gaumen, den passenden Rum. Beim Rum Tasting Berlin wird unter anderem der Frage nachgegangen: „Woraus Rum besteht“. Interessierte Teilnehmerinnen/Teilnehmer erfahren Interessantes über die Geschichte des Rums und über die verschiedenen Herstellungsprozesse. Beim Rum Tasting Berlin ist sowohl für den Einsteiger als auch für den Fortgeschrittenen, der sich für dieses Thema interessiert, etwas dabei.

Wie wird Rum destilliert?

Nachdem die Gärung abgeschlossen ist, erhalten die Brenner ein alkoholarmes Produkt, das die Destillation durchlaufen muss, bei der Alkohole aus der fermentierten Flüssigkeit getrennt werden. Wie bereits kurz angemerkt, erfolgt die Destillation in Stills, die aus Kupfer oder Stahl bestehen. Je nach Rumsorte kann das Produkt den Destillationsprozess ein zweites Mal durchlaufen, wodurch der Alkoholwert noch höher ansteigt. Wie bei jedem anderen Element des Destillationsprozesses beeinflusst die Auswahl hier den endgültigen Geschmack des Rums. Die Wahl der Stille hängt von der Kolonialgeschichte des Landes ab.

Rum-Cocktail - aus dem Artikel - Woraus Rum besteht und woran man gute Qualität erkennt
Hunderte leckerer Rum Cocktail Rezepte auf – Pinterest.de

Bei der Batch-Destillation, (einer traditionellen Methode) wird der Destillierapparat nach der doppelten Destillation gereinigt und der Rum ruhen gelassen. Small Batch Rum gilt als besonders hochwertig. Abfüllungen aus dieser kunstvollen Destillation von teilweise wenig bekannten Destillerien wird in der Regel eine hohe Güte bescheinigt. Denn bei dieser Methode erzielen die Hersteller reichen, konzentrierten Rum. Im Vergleich dazu besteht die Kolonnen Destillation aus der Beschickung von zwei bis vier Destillationskolonnen. Es gibt keine Unterbrechung und man erzielt einen leicht gereiften Rum. Die Spirituose Rum kann zum Beispiel in Eichenfässern, die Whisky, Cognac oder sogar Wein enthalten haben, reifen.

Während der Reifung in Fässern kann die natürliche Verdampfung des Alkoholvolumens in der Karibik 8 Prozent pro Jahr ausmachen. In Großbritannien sind es beispielsweise nur 2 Prozent. Bei der Frage, woraus Rum besteht, müssen auch die Rohstoffe im Auge behalten werden. Den Rum Herstellern stehen hunderte Zuckerrohrsorten zur Verfügung. Außerdem spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine Rolle. Wird beispielsweise das gespaltene Zuckerrohr im Ganzen zu Saft gepresst, weist es keine unerwünschten Fremdstoffe auf.

Arten von Rum

Jede Spirituose ist klar, sobald sie destilliert wurde. Das gilt auch für Rum. Die Farbe und auch Geschmacksstoffe werden in der Regel im Fass aufgenommen. Infolgedessen lassen sich gealterte Spirituosen im Allgemeinen leichter schlürfen. Einige Hersteller lassen einen gealterten Rum noch durch eine Holzkohlefiltration laufen. Zu beachten gilt es, dass Farbe nicht den Geschmack widerspiegelt. Manchmal sind gerade sehr dunkle Rum Sorten, die Sie auf dem Markt erhalten, eher jung und ungereift. Daher ist es zu einfach Rum nach Farbe zu kategorisieren. Häufig sind allerdings dunkle Rum-Arten das Ergebnis einer doppelten Destillation. Eine dritte Destillation ergibt den Blackstrap-Rum, (er wird aus Blackstrap-Melasse hergestellt), mit komplexen Aromen. Einen dunklen Rum sollten Sie ähnlich wie einen guten Whisky genießen.

Nach der Destillation kommt die Alterung (oder auch nicht). Hersteller können wählen, ob sie ein junges Produkt (von manchmal nur wenigen Wochen) oder eines mit zwanzig oder dreißig Jahren auf den Markt bringen. Kenner sagen, dass gealterter Rum mehr Tiefe hat. Ein goldener Rum bietet den Genießern ein sanfteres Erlebnis. Weißer Rum, ist eher leicht im Geschmack und reift zirka drei bis sechs Monate in tropischen Regionen und bis zu einem Jahr in kälteren Klimazonen. Weiße Rum Sorten werden in Edelstahlfässern destilliert. Sie bieten Ihnen im Allgemeinen ein unkompliziertestes Rumerlebnis. Weißer Rum wird häufig für Cocktails und auch für Punsch verwendet.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen Rum Varianten

Blended Rum: Viele der Rumsorten, die Sie auf dem Markt kaufen können, gehören zur Kategorie „Blended“. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus mehreren Destillaten aus traditionellen Pot- und Column-Stills, die in einer einzigen Brennerei destilliert wurde. Bei diesem Verfahren leiden Im Allgemeinen weder Aromen noch Qualität. Durch die kleinen Unterschiede bei der Lagerung werden gute Ergebnisse erzielt. Ist eine Altersangabe vorhanden, dann bezieht sich diese auf das jüngste Destillat im Rum.

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Solera Blended Rum: Das Solera-Verfahren ist eine wahre Kunst, bei der der Master Blender mehrere Destillate, die separat für einen bestimmten Zeitraum gelagert wurden, wiederholt miteinander vermischt. Beim Solera-Verfahren, orientiert man sich an der spanischen Sherry Herstellung. Es werden sehr junge und sehr lange gelagerte Destillate mehrere Male miteinander vermengt. Die älteste Komponente macht den kleinsten Anteil an der Spirituose aus. So gesehen handelt es sich beim Solera Blended Rum um ein einzigartiges Produkt aus alten, mittelalten und jungen Destillaten.

Single Cask Rum: Dieses Produkt kommt aus einem einzigen Fass, das nur über ein bestimmtes Volumen verfügt. Jede der Flaschen ist personalisiert und nummeriert. Da jährlich nur wenige Fässer von diesem einzigartigen Single Cask Rum abgefüllt werden, handelt es sich bei den Flaschen aus der Einzelfassabfüllung um Unikate und begehrte Sammlerstücke. Den Single Cask Rum finden Sie von (unabhängigen) Abfüllern in Europa, der Karibik, aber auch von anderen Ländern. Er wird häufig ohne künstliche Zusatzstoffe hergestellt. Aber auch in dieser Kategorie gibt es unterschiedliche Qualitäten. Das hängt häufig vom Reifegrad aber auch von der Destillerie ab. Sie werden feststellen, dass auf den Flaschen wichtige Fakten, wie die Fassnummern angegeben sind. Der in geringen Chargen produzierte Rum, verkörpert den Stil und das Können der jeweiligen Destillerie, die in der Regel zu recht stolz auf ihre Produkte ist.

Cask Strength Rum: Damit das Gleichgewicht zwischen Alkohol und Geschmack gefunden wird, ist es häufig üblich den Rum nach dem Destillieren mit destilliertem Wasser zu verdünnen. Auf diese Weise erreicht man eine Trinkstärke zwischen 37,5 und 40 Volt. Allerdings ist für viele Rumliebhaber, Rum in Fassstärke (Barrel Strength) die beste Wahl. Fassstärke bedeutet, dass der Rum zur Reifung im Fass nicht wesentlich verdünnt wurde. Mehr Alkohol sorgt für mehr „Biss“ und macht den Rum sehr gut geeignet für das Mixen von Cocktails und Longdrinks. Beim Rum Tasting Berlin können sich Teilnehmerinnen/Teilnehmer von den aromatischen Rum Spezialitäten in ein Urlaubsfeeling versetzen lassen.

Wie wird Rum richtig gelagert?

Sie sollten Ihre Rumflaschen kühl und trocken im Schrank oder Weinkeller aufbewahren. Bei einer fachgerechten, stehenden Lagerung kann die ungeöffnete Flasche ebenso wie Cognac jahrzehnte- oder jahrhundertelang im Schrank oder Keller stehen. Eine geöffnete Rumflasche sollten Sie allerdings innerhalb eines halben Jahres aufbrauchen.