Ärzte und Frauenärzte versuchen in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Krankenkassen die Gesundheit ihrer Patienten mit Hilfe von unterschiedlichen Maßnahmen zur Früherkennung zu schützen. Regelmäßige Check Ups und Bluttests tragen dazu bei, um erste Anzeichen einer Krankheit zum frühest möglichen Zeitpunkt zu erkennen.

Eines in der Medizin am häufigsten eingesetzten Methoden ist die Ultraschalluntersuchung. Sie ermöglicht es den Ärzten Einblicke ins Innere des Körpers zu bekommen, ohne dass dabei invasiv vorgegangen werden muss. Mit einer derartigen Vorsorgeuntersuchung können Bilder der Organe erzeugt und mit deren Hilfe zahlreiche Erkrankungen im Frühstadium identifiziert werden.

 

Vor allem beim Frauenarzt erfreuen sich Ultraschallgeräte hoher Beliebtheit. Die weibliche Anatomie macht sie für viele, unterschiedliche Untersuchungen erforderlich. Zum Beispiel sind sie ideal, um während der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes zu überwachen. Oder dann, wenn in einem Bereich, wie zum Beispiel der Gebärmutter oder am Eierstock, Schmerzen auftreten. Dann sind sie das Mittel der Wahl.

Viele Patientinnen hätten beim Frauenarzt gerne regelmäßiger einen Ultraschall. Vor allem deswegen, weil sie sich bessere Resultate bei der Früherkennung von gefährlichen Krankheiten erhoffen, insbesondere gegen Krebs.

Doch welche Vorsorgeuntersuchungen werden von der Kasse übernommen und welche nicht?

Macht es Sinn Ultraschall-Untersuchungen privat zu bezahlen, um damit deutlich sicherer zu leben?

Welche gynäkologischen Ultraschall Tests gibt es als Vorsorgemaßnahme?

Im Bereich der Gynäkologie gibt es Leistungen, die im Paket der Krankenkassen enthalten sind und solche, die häufig angeboten werden, für die man aber selbst bezahlen muss. Letztere werden IGeL-Leistungen genannt. Das ist die Abkürzung für „individuelle Gesundheitsleistungen“. Sie werden im sogenannten IGeL-Monitor geführt.

 

Kassenleistungen

Im Bereich der gynäkologischen Untersuchungen bezahlen die Krankenkassen bei konkretem Verdacht grundsätzlich immer eine Sonografie, sofern diese hilfreiche Erkenntnisse liefern kann.

Während der Schwangerschaft sind eine Reihe von sonografischen Tests Teil des Krankenkassenpakets.

 

IGeL Leistungen

Eine vaginaler Ultraschall im Beckenbereich kostet ungefähr 35-75 Euro. Solche Untersuchungen dienen dazu, um Veränderungen im Körper aufzuzeigen. Viele Damen versprechen sich von ihnen mehr Sicherheit bei der Vermeidung von Eierstock-Krebs oder Gebärmutterhalskrebs usw. Allerdings hat sich der vaginale Ultraschall bisher nicht als ausreichend hilfreich erwiesen, um bei der Krebsvorsorge deutliche Verbesserungen zu ermöglichen.Genau aus solchen Gründen übernehmen die Kassen ihre Kosten nicht.

Auch bei Brustkrebs hat sie sich medizinisch nicht als sinnvoll bewährt. Hier kommen Ärzte mit einer Tastuntersuchung zu besseren Ergebnissen.

Fazit: Vorsorge per Sonografie

Wer sich als Frau bezüglich der Krebsfrüherkennung Sorgen macht und gerne häufiger sonografisch vom Gynäkologen untersucht werden möchte, sollte wissen, dass solche Tests überwiegend emotionale Sicherheit bieten. Man sollte nicht denken, dass die Kassen die Untersuchungen aus Gier oder Verantwortungslosigkeit nicht bezahlen wollen. Versicherer untersuchen immer sehr genau die Wirksamkeit einer Methode auf deren zusätzlichen Nutzen gegenüber anderen Tests. Wenn ein teures Verfahren nicht besser ist als ein preiswertes, dann wird es auch nicht in den Leistungs-Katalog aufgenommen. So ist das eben auch im Vergleich zum Abtasten oder der unkomplizierten Entnahme einer Blut- oder Gewebeprobe. Sie bieten häufig aussagekräftigere Resultate als bildgebende Verfahren.

Für Patienten ist der Gedanke irgendwie beruhigend, dass dort jemand einen Blick ins Innere werfen kann. Feinste Zellveränderungen lassen sich jedoch besser unter dem Mikroskop verfolgen als unter einem Gerät, welches per Schall grobe Umrisse nachzeichnen kann.

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