Reed-Relais Funktion sind Schaltkontakte, bei denen zwei Kontaktzungen in Glas eingeschmolzen werden. Dort sind sie unter Vakuum oder umhüllt von einem Schutzgas untergebracht. Angemeldet ist das erste Patent im Jahr 1936 von den legendären Bell Labs. Ihren Namen haben sie mit Bezug auf Holzblasinstrumente erhalten, weil dort die schwingende Kontaktzunge (engl. = reed) dafür verantwortlich ist, dass ein Ton entstehen kann.

Ausgelöst ist ein solcher Schalter durch ein Magnetfeld, also ohne dass ein mechanischer Kontakt notwendig wird. Für diesen Zweck ist die Relais häufig im Innern einer Spule aus Kupferdraht platziert. Darin ist bei Bedarf ein Magnetfeld durch elektrischen Strom erzeugt. Wenn das geschieht, dann erfahren die Kontaktfedern eine magnetische Aufladung und ziehen sich gegenseitig an, bis sie sich berühren. Dabei wird ein Stromkreis geschlossen und ein Schaltvorgang ausgelöst.

Wenn die Stärke des Stroms wieder abfällt, dann sinkt auch die Anziehungskraft des Magnetfelds in der Spule. So wird die Ladung der Relais Kontakte wieder aufgehoben und sie lassen einander wieder los.

Was sind die Vorteile von Reed-Relais?

Aufgrund ihrer Bauform, haben Reed Relais eine lange Lebensdauer. Vor allem dann, wen sie bei geringen Schaltleistungen betrieben werden. Im Vakuum zum Beispiel entstehen an den Kontakten kein Rost oder keine Abreibungen. So können bis zu Milliarden Schaltungen mit Ihrer Hilfe erfolgen. Vor allem bei sehr hohen Schaltfrequenzen zeigen sich ihnre klare Vorteile im Gegensatz zu mechanischen Komponenten.

Sehr vorteilhaft ist auch, dass ein Schalten bei Reed-Relais mit einer sehr geringen Steuerleistung erfolgen kann. Aus diesem Grund können die Schalter sogar eingesetzt werden, um Signale im Nanovolt Bereich weiterzugeben.

Wo werden Realais mit Reed Technik eingesetzt?

Die Relais finden bevorzugt Anwendung, um in hoch empfindlichen Messgeräten selbst bei kleiner Spannung eine Messung zu ermöglichen.

Des Weiteren sind sie Teil von Sonden, mit denen Füllstandsmessungen durchgeführt werden. Mit ihrer Glasbeschichtung sind sie so gut wie gegen jede Chemikalie resistent und können auch hohen Temperaturen trotzen. In diesen Apparaturen wird ein mobiler Dauermagnet durch den Pegel des Gefäßinhalts bewegt. Nähert er sich dem Relais, dann schließt das den Stromkreis und der Reedkontakt ist aktiviert. Meistens leiten sie dann ein Signal an eine Pumpe, so dass sofort mit dem Abpumpen, bzw. dem Zuführen von Flüssigkeit begonnen wird.  Je nachdem für welchen Zweck ein solches Schalten benötigt ist.

In der Medizin werden Reed-Schalter in Herzschrittmachern eingesetzt. So muss der Körper nicht jedesmal komplett geöffnet sein, um die Software zu aktualisieren. Mit Hilfe eines externen Magnet-Feldes ist der Sensor ausgelöst. So dass der Schrittmacher in einen Modus schaltet, in dem er regelmäßig schlägt, ohne dass die Updates ihre Auswirkungen am Schrittmacher sofort umsetzen. Deaktiviert wird der Warungsmodus durch das Abschalten des Feldes.

Heutzutage ist Reed-Kontakte manchmal mit Hall-Sensoren substituiert. Dennoch gehen viele Experten davon aus, dass der Markt für Relais im Bereich der Elektronik noch stark wachsen wird. Immer wieder werden neue Serien vorgestellt! Die mit nur wenigen Millimetern Größe immer mehr Leistung übernehmen. Vor allem eine gute Abschirmung macht sie unempfindlicher gegenüber äußeren Faktoren, so dass ihr Einsatz auch unter hohen Sicherheitsstandrads möglich ist. Insbesondere im Bereich der Elektroautos misst man ihnen in den kommenden Jahren eine hohe Bedeutung zu.

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