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Burger und Pommes sehen auf den Bildern der Fast-Food Restaurants irgendwie so riesig aus, so frisch und so lecker. Hält man sie dann in der Hand, dann … naja, sagen wir mal es sieht etwas anders aus. Mit Hilfe guter Produktfotografie können Unternehmen die Wahrnehmung ein wenig lenken. Sie führen damit keine Kunden in die Irre, sondern sie helfen der Wahrnehmung nur ein klein bisschen nach. Menschen sind nun einmal visuell veranlagt.

Anhand dieses Beispiels zeigt sich die Bedeutung der Produktfotografie ganz deutlich. Ein gutes Bild weckt Phantasien. Es kann massiv dazu beitragen, dass potenzielle Kunden das Produkt gut finden oder einen schlechten Eindruck davon bekommen. Für alle, die einen Onlineshop betreiben oder auf dem Amazon-Marktplatz Produkte verkaufen, ist gutes Fotografieren eine elementare Grundlage ihres Geschäfts. Daher zeigen wir Ihnen 5 wichtige Grundregeln für den Umgang mit der Kamera, die ihnen helfen sollen professionelle Produktbilder zu erstellen – von höchster Qualität.

Tipp 1 – Weißer Hintergrund

Sehen Sie sich bei Amazon um. Sämtliche Fotos, die dort von großen Shops online gestellt werden, sind komplett mit weißem Hintergrund gehalten. Alles andere lässt auf dieser Plattform Bilder schlichtweg unprofessionell wirken. Zudem könnten Objekte im Hintergrund den Betrachter ablenken. Natürlich funktionieren auch Farben wie Schwarz gut. Vor allem bei Produkten, die selbst hell sind. Dann ist ein Kontrast durch eine dunkle Fläche möglich. Wichtig ist: Hintergrund so schlicht und unspektakulär wie möglich.

Tipp 2 – Das Spiel mit den Größen

Wir hatten schon von dem Burger gesprochen, der auf dem Bild so viel größer rüberkommt. Hier wird ganz bewusst eine Anordnung gewählt, bei der sich Getränk und Speise auf den Foto befinden. Allerdings fotografieren die Profis aus einem Winkel, wo der Becher im Verhältnis zum Burger verkleinert wird. Sie kennen diesen Effekt sicher, wenn Menschen auf Fotos den schiefen Turm von Pisa scheinbar mit dem Finger umstoßen. Möglich wird das dadurch, dass zwischen den zwei Objekten ein räumlicher Abstand vorliegt, der auf einem zweidimensionalen Medium nicht erkennbar ist. So können Sie Größenverhältnisse zwischen Gegenständen in Ihrer Darstellung beliebig verändern.

Tipp 3 – Die richtige Kamera und Technik

Wählen Sie eine Kamera mit einer möglichst hohen Auflösung und verwenden Sie ein Stativ. Dann ist das Produktbild nicht verwackelt und bekommt eine gut Schärfe. Zudem sollten Sie am Set Softboxen einsetzen. Gute Beleuchtung erhöht die Schärfe und den Kontrast zusätzlich. Das ist ein elementares Geheimnis der Produktfotografie. Optimal platziertes Licht kann eine teure Kamera überflüssig machen. Denn bei ausreichender Helligkeit arbeitet ein Smartphone heutzutage genauso professionell wie eine Profi-Gerät.

Tipp 4 – Die optimale Perspektive

Je nach dem, welches Produkt Sie im Onlineshop anbieten möchten, lassen sich mit dem Kamerawinkel zusätzliche Akzente setzen. Mit der Frontalperspektive werden Sie auf jeden Fall nichts falsch machen. Manche sagen jedoch sie könnte langweilig wirken. Für eine solide Präsentation genügt sie auf jeden Fall. Eine leichte Neigung im 45° Winkel ist auch in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, dass 2/3 des Bildes vom Produkt eingenommen wird. Ansonsten lenkt der Hintergrund nur ab.

Eine Schippe können Sie noch drauflegen, wenn Sie die Möglichkeiten der 360° Fotografie für sich nutzen. Dann ist es den Interessenten möglich das Produkt direkt im Online-Shop drehen und aus allen Richtungen betrachten.

Tipp 5 – Digitale Nachbearbeitung

Investieren Sie ein wenig Zeit in die nachträgliche Bildbearbeitung. Mit Hilfe der Nachbearbeitung am Computer haben Sie noch einmal die Möglichkeit viele Effekte zu verbessern. Sie können einiges zurechtschneiden, Farben korrigieren, Helligkeit und Kontrast überarbeiten. Viele geniale Aufnahmen wurden erst im Nachhinein zu echten Kunstwerken und nicht schon in dem Moment als der Auslöser aktiviert wurde.

Bekannt auf dem Gebiet ist Photoshop, allerdings gibt es auch kostenlose Alternativen, mit denen sie ebenfalls beachtliche Effekte erzielen werden. Ein bekanntes Beispiel ist die kostenlose Software GIMP.

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